Erkältungen erkennen bevor sie beginnen – Wie geht das ?

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Erkältungen und deren Behandlung aus Sicht der TCM – ein Projekt mit dem RC-Berlin International

Die sechs Stadien der Erkältung nach TCM

Frühstadium – Stadium I

Im Frühstadium (Stadium I),  kann durch Punkte wie Di 4, Di 11, Lu10 ein Schweißausbruch induziert werden und die Erkrankung wird vertrieben. Die funktioniert bei  Beginn mit leicht verstopfter Nase und oder Fiebergefühl, Gliederschmerzen

I. Stadium der immunologischen Abwehr –  Wei-Qi Abwehr-Qi hat sich aufgeladen,  Symptome: Oberflächensymptome (Frösteln,Schleimhautreizungen), noch  keine Organsymptome wie Husten, Schnupfen, Übelkeit, dieses Stadium dauert einige Minuten bis Stunden.  Wenn in dieser Phase behandelt wird ist die Infektion nach max. 2h ausgestanden.

II. Stadium der Mobilisierung – Mobilisierung von humoralen  (Antikörper) Abwehrfunktionen,  Symptome: Fieber, Husten, Druck auf Nasennebenhöhlen.

III. Stadium der Sekretion – Ausleitungsphase des Infekts, Symptome: Sekretion von Schleim,  Schleimhäute entlasten den Körper von Reaktionsprodukten und Altlasten.

IV. Stadium der Beruhigung und Regeneration-  dieses Stadium schließt den Prozess ab, nur wenn Stadium III beendet ist, oder einen sehr fortgeschrittenen Grad erreicht hat.  Nur durch Erreichung diese Stadiums erlischt der immunologische Prozessdruck.  Ablauf wird durch Stress oder  Antibiotika gestört, Funktionskreis kann sich nicht schließen, Reste der Infektion bleiben erhalten.

V. Stadium der Chronifizierung –  Organismus holt fehlende Entzündungsschritte nach,  Symptome: Rezidivierende (wiederkehrende) Entzündungen, häufige Antibiose, Immunsystem erlahmt und kann die immer noch unerledigten Prozesse NICHT abzuarbeiten.

VI. Stadium der Generalisierung – Häufig Jahre beschwerdefrei, Immunreaktion entgleist, befällt in einer Art Wiederholungszwang verschiedene Gewebe,  vorgeschädigte Gewebe werden bevorzugt befallen.

Wichtig ist im Stadium 1 die Punkte zwischen den Augenbrauen, neben den Nasenflügeln und an der Hand (Di 4) zu stimulieren und zusätzlich die folgenden Dinge zu tun, die im Anschluß beschrieben sind.

Unsere Vorgehensweise

  • Ingwertee – 3 Scheiben Ingwer von der Größe eines 2 Euro Stückes
  • Aufsteigendes Fußbad
  • Halswohltee -Ziethen Apotheke
  • Sauna – nach Rücksprache mit Dr. Kürten
  • Training – 40 min Ausdauer – nach Rücksprache mit Dr. Kürten
  • Ohrakupunktur

 Ingwertee

  • 2 Scheiben Ingwer von der Größe eines 2 € Stück in Streifen schneiden, heißes Wasser 0,2 l darüber 1 Esslöffel Biohonig z.B. Linde mit
  • Kann 3 mal aufgegossen werden
  • 1.5 Liter pro Tag

Aufsteigendes Fußbad

Man nehme eine große Schüssel, erhitze eine Menge von 3-5 Litern Wasser (je nach Durchmesser der Schüssel), so dass die Füße in besagter Schüssel gerade von heißem Wasser bedeckt sind. Dann kommen ein paar Tropfen Öl dazu, z.B. Lavendel oder Rosmarin. Dann nimmt man zusätzlich einen Wasserkocher, mit dem man zusätzlich Wasser immer wieder erhitzt und 1 oder 2 große Flaschen Wasser 1,5 , die aber mit Leitungswasser gefüllt sind, damit man den Wasserkocher nachfüllen kann. Dann wird im Wasserkocher das Wasser immer wieder heiß gemacht und heißes Wasser in die große Schüssel nachgeschüttet. Das macht man so lange bis man Schweißperlen auf der Stirn hat, dann nimmt man die Füße aus der Schüssel raus, geht in die Dusche, duscht eine halbe Minute mit ganz kaltem Wasser über die Füße läßt die Füße naß und legt sich dann ins Bett, deckt sich zu und schwitzt. Dies wiederhole man 2-3 mal täglich. Es empfiehlt sich beim „Aufsteigenden Fußbad“ einen Bademantel mit Kaputze zu tragen oder ein Handtuch um den Kopf zu wickeln (Schweißproduktion geht dann schneller).

Halswohltee-Zietenapothke

Im folgenden werden  Grundlagen zu Erkältungen aus Sicht der Chinesischen Medizin zu Erkältungen dargestellt.

Aus Sicht der TCM gibt es vier physiologische Stadien (I-IV akut) und zwei pathologische Stadien  (V+VI) bei Erkältungen. Es gibt äußere und innere Einflüsse. Als äußere Einflüssen gelten:  Hitze – der  Infekt entwickelt sich oft von unten nach oben am Körper,  Wind –  führt oft zu Augensymptomatik (Bindehautentzündung – Konjunktivitis) – der Infekt entwickelt sich oft von unten nach oben,  Trockenheit –  führt zu oft zu Schleimhaut-Blutungen, Feuchtigkeit – führt zur frühen Verschleimung,  Kälte –   befällt oft Blase und Bronchien –  Infekt entwickelt sich oft von oben nach unten.

Betroffene Organe /Körperbereiche sind:  Augen, Nasennebenhöhlen,  Mittelohr,  Hals, Bronchien, Blase und Nase

Vorbeugende Maßnahmen bei Infektanfälligkeit

  • Ernährung – Meiden von Weizen, Milchprodukten und sonstigem tierischen Eiweiß
  • Sport und Bewegung
  • Immunstimulierende Heilpflanzen
  • Flüssigkeitszufuhr –  Tee aus Hagebuttenschalen, Holunderblüten, Lindenblüten, Königskerzen, Malvenblüten.  Hier lassen Sie die Bestandteile zu gleichen Teilen mischen und trinken dreimal täglich eine Tasse. Für Kinder, die bei Erkältungen schlecht schlafen oder insgesamt unruhig sind, können wir die Zugabe von Fenchelhonig empfehlen.
  • Förderung der Schweißproduktion, da Schweiß eine Form von Abwehrenergie darstellt  Schweißtreibende Heilpflanzen: Jaborandiblätter, Lindenblüten und Holunderblüten

Bei Schnupfen

  • Ätherische Öle vorsichtig, da reizend
  • Salzlösungen -NASENDUSCHE von EMSER SEEEEEHR GUT
  • Lüften der Räume
  • Bei wunden Nasen  –  Majoransalbe,  Thymianbutter, Ringelblumen-Salbe, Lanolinsalbe (reines Lanolin)

Rezepte zur Ernährung

Rezept 1

15 g frischer Ingwer
15 g Frühlingszwiebeln (weißer unterer Teil)
120 g Birnen
zwei Eier.

•       Zubereitung und Anwendung: Man kocht aus den Zutaten eine Suppe, verrührt zwei Eier in einer Schüssel und brüht sie mit der siedenden Suppe auf. Der Patient soll die Suppe warm essen und sogleich zu Bett gehen, um kräftig zu schwitzen.

•       Anmerkung: Frühlingszwiebeln und Ingwer sind in ihren medizinischen Eigenschaften scharf und warm, sie vertreiben die Kälte und treiben Schweiß; Birnen fördern Speichelbildung und nähren die Lungen; Eier stärken das Yin (die vitale Kraft) und dämpfen die innere Hitze. Zusammen bilden sie ein schweißtreibendes und die Lungentätigkeit regulierendes Mittel, das besonders wirksam ist gegen Erkältung und Husten, hervorgerufen durch in den Körper eingedrungene Kälte und eine Störung der Lungenfunktion.

Rezept 2

•      Frischer Ingwer und brauner Zucker.

•      Zubereitung und Anwendungen: Ingwer und brauner Zucker werden zusammen gekocht. Sobald der Patient den Ingwertrunk eingenommen hat, soll er sich mit einer Decke zudecken, um Schweiß zu treiben.
Anmerkung: Dieses Rezept dient zur Vorbeugung einer Erkältung. Brauner Zucker fördert den Blutkreislauf, Ingwer ist in seiner medizinischen Eigenschaft heiß und schweißtreibend.

 

AK und CK im März 2014