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Neuraltherapie Berlin

Berlin – Die Neuraltherapie ist eine von den Gebrüdern Huneke in den 20er – 40er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte Therapieform, die in den Anfängen ausschließlich dazu verwendet wurde, um Narben mit Impletol, eine Procainvariante, zu unterspritzen. Diese Narbenunterspritzung führte dann zum Verschwinden bestimmter Beschwerden. Das ursprüngliche Erlebnis von Ferdinand Huneke war die Injektion von Impletol in ein Armgefäß seiner Schwester, die daraufhin von ihrer Migräne dauerhaft befreit wurde. Im Laufe der Jahre hat sich die Neuraltherapie von der reinen Narbenunterspritzung weiterentwickelt, sodass bestimmte Bereiche des Körpers, auch ohne dass dort Narben sind, mit Procain behandelt werden und meist zwischen 0,5 und 2ml Procain dort appliziert werden. Seit den 50er Jahren werden auch tiefere Strukturen des Körpers angespritzt, so die verschiedenen Ganglien, z.B. das Ganglion Ciliare bei Augenerkrankungen, das Ganglion Pterygopalatinum im Bereich des Gesichts, das Ganglion Coeliacum sowie solche Areale wie Nierenpol, Iliosakralgelenk, Arteria-Femoralis-Injektion usw.

Bei einer Vielzahl von Erkrankungen kommt die Neuraltherapie zum Einsatz. Eine Erweiterung der Neuraltherapie ist die sogenannte Mundakupunktur nach Gleditsch, bei der ebenfalls Procain, meist gemischt mit homöopathischen Substanzen, in bestimmten Bereichen des Zahnfleisches injiziert werden, was dann in dem zugeordneten Meridiansystem des Zahnes zu einer Erleichterung der Behandlung dieses Meridians führt.

 

Kü/Preuss/Freitag

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