Zungendiagnose / Zungendiagnostik

Zungendiagnostik

Zungendiagnostik

WICHTIG FÜR BESUCHER – „Neugieriges Umschauen“ auf unserer  Seite hat schon vielen Menschen zu Wohlbefinden verholfen.

Interessante lebensverbessernde Informationen finden Sie zu den von uns erfolgreich mit Integrativer Medizin behandelten Erkrankungen wie  Rheuma, Fibromyalgie, Kopfschmerzen / Migräne, Rückenschmerzen, Allergie / Asthma,  Arthrosetherapie ohne Operation , Ohrgeräusch / TinnitusAugenerkrankungen wie Makuladegeneration oder Glaukon , unter  natürlicher Schmerzbehandlung und auf der Home-Startseite .

 

Die Liste mit ausführlichen Beschreibungen der Behandlungsmöglichkeiten der Chinesischen und Integrativen Medizin finden Sie über die Hauptnavigation unserer Website unter  „Behandelbare Erkrankungen“.

Im Folgenden finden Sie 8 Tipps mit denen Sie selber zur Linderung von Beschwerden unter anderem bei Rheuma, Arthrose und Muskel-, Sehnen- und Gelenkbeschwerden beitragen können.

8 Tipps zur Linderung von Muskel-, Gelenkbeschwerden bei Rheuma, Arthrose, Fibromyalgie etc.

 

Die Zungendiagnostik / Zungendiagnose ist eine Untersuchungstechnik auf dem Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die Zunge ist ein Organ mit vielen Aufgaben. Sie hilft uns beim Sprechen und Singen, mit ihr untersuchen wir beim Essen die Speise, prüfen, ob ausreichend gekaut wurde oder verletzende Teilchen eliminiert werden müssen und reinigen Schleimhauttaschen, Mundboden, Gaumen und Zahnzwischenräume. Ohne Zunge könnten wir süß, sauer, bitter und salzig nicht schmecken. Die Zunge ist ein kräftiger, äußerst beweglicher Muskel, die Polizei des Mundes, aber auch Spiegel des Körpers. Sämtliche Veränderungen in Farbe, Form und Belag können auf Störungen im Organismus hinweisen. Grund für diese Vielseitigkeit und Wichtigkeit ist die intensive Vernetzung von Mundhöhle und Zunge mit dem Gehirn. Die Zunge ist über vier Nerven sowohl mit dem Gehirn als auch mit inneren Organen verbunden. Diese sind für die Empfindung von Hitze, Kälte, Schmerz und Geschmack verantwortlich.

Normales Aussehen einer gesunden menschlichen Zunge

Blassrosa, leicht feucht glänzend, oft mit einem weißlich-klaren Belag überzogen. Merke: Ohne das Lesen und Bewerten der Zungenveränderungen würde der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein wesentliches Element der Diagnostik fehlen. Neben dem Fühlen des Pulses ist die Zungendiagnostik das A und O auf dem Weg zur Heilung. Sicherheit erlangt man laut Lehrplan des Studiums der chinesischen Medizin darin, wenn man sich 15 000 bis 20 000 Zungen genauer angesehen hat. Das ist der Grund, warum hierzulande die Zungendiagnostik in der mitteleuropäischen Naturheilkunde und in der hier angewandten TCM nicht sehr verbreitet ist, obwohl man mit ihrer Hilfe viel Geld im Gesundheitssystem einsparen könnte. Bücher, wie die von Barbara Kirschbaum oder Hans-Dieter Bach, zeigen anhand einer Vielzahl von Beispielen wie man mittels Zungendiagnostik eine exakte Diagnose stellen kann.

Was wird zur Bewertung der Zunge herangezogen?

Oberfläche, Größe, Form, Spannkraft und Beweglichkeit sowie die Unterseite, hier besonders die Venen (Blutgefäße). Man betrachtet die Zunge zunehmend als Träger von Reflexzonen für den gesamten Körper. Eine Zungenmassage kann daher auf verschiedene Organe zurückwirken. Sie ist jedoch nicht jedermanns Sache. Das gilt für Patienten als auch für Therapeuten.

Beispiele, die auch in unseren Landen für die Krankheitserkennung von Bedeutung sein können (nicht wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse tausendjähriger Erfahrungsheilkunde in allen Teilen der Welt, besonders der chinesischen und indischen Medizin, TCM und Ayurveda):

  • dicker weißer Belag: Erkältung oder Magen-Darm-Störung
  • trockene Zunge und eingerissene Mundwinkel: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Gelbliche Beläge weisen gewöhnlich auf Störungen im Bereich Leber/Galle hin, können auch einmal auf Fieber hinweisen oder auf einen Reizdarm.
  • Gelbbraune Beläge im hinteren Zungenabschnitt sind auch ein Leberzeichen.
  • Gleichmäßiger dicker weißgelber Belag entsteht durch Pilz-Infektion, schon bevor der Organismus Symptome zeigt.
  • Braunfärbung zeugt von Verdauungsstörungen allgemein und Veränderungen im Darm, die Schlackenbelastung nimmt zu.
  • Rote „Lackzunge“ ist typisch für chronische Lebererkrankungen.
  • Zungenschwellung mit Zahneindrücken an den Seiten kommt sowohl bei Schilddrüsen-Unterfunktion als auch bei Leberleiden vor.
  • Verbreiterung der Rinne in der Mitte nahe Zungenspitze könnte als Folge einer Bindegewebsschwäche im oberen Verdauungstrakt entstanden sein.
  • Bei einer ganz durchgezogenen vertieften Rinne mit beiderseitigen Furchen sollte an eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse gedacht werden.
  • Sind die Venen an der Zungenunterseite besonders dick und geschlängelt, also gestaut, dann weiß auch der westliche Mediziner, dass eine Herzinsuffizienz dahinter stecken kann. Auch Krampfadern oder Hämorrhoiden können sich so zeigen.
  • Intensive Rotfärbung mit kleinen Verdickungen (Papillen), auch Himbeer- oder Erdbeerzunge genannt, hilft in vielen Fällen, den Verdacht auf die Infektionskrankheit Scharlach zu erhärten.
  • B-Vitaminmangel bei Kindern (Leistungsschwäche in der Schule) kann durch eine erdbeerartig veränderte Zungenoberfläche auffallen.
  • Eine gräulich gefärbte Zunge kommt bei Blutarmut vor.
  • Ein Zeichen des Down-Syndroms, auch Mongolismus genannt, ist eine nur scheinbar vergrößerte Zunge, die das Sprechen zusätzlich behindert: Die Zunge ist in diesen Fällen schlaff, ohne Spannung, was sie größer erscheinen lässt, der kleinere Mund verstärkt den Eindruck.
  • „Landkartenzunge“: Zunge mit zahlreichen Zahnabdrücken und ungleichmäßigem Belag kommt bei Störungen des Verdauungsapparates vor. Außerdem zeigen sich hierdurch hormonelle Fehlsteuerungen.
  • Eine Häufung von vielen kleinen, nicht miteinander zusammenhängenden Quer-, Schräg- und Längsfalten können Zeichen einer psychisch instabilen Persönlichkeit sein (Vorsicht mit solchen Selbst-Diagnosen).
  • trockene Zunge, nicht glänzend: zu wenig getrunken
  • weißlich gelber, dicker Belag: chronische Magen- oder Darm-Entzündung
  • weißliche Beläge neben der Mittelrinne: Bauchspeicheldrüsenstörung
  • schwarzbräunliche Ablagerungen: Raucherzunge mit der Gefahr der Schädigung von Organen durch Teerbestandteile des Rauches (Krebsvorstufen?)
  • Zungenbrennen mit erkennbaren Entzündungszeichen: Eisenmangel, Mangel an Vitamin B12
  • einseitiger Zungenbelag: Mittelohrentzündung derselben Seite oder entsprechend den Lokalisationen der neben der Mittellinie angeordneten Organzonen; auch eine Nervenentzündung kann dahinter stecken.
  • Zahneindrücke rechts weisen auf Leber/Galle-Störungen, links auf solche des Magens und der Milz hin.
  • Lokalisationen der Organe auf der Zunge nach der TCM: Zungenspitze: Herz, dahinter auf der Mittellinie der Reihe nach: Lunge, Milz, Magen, Harnblase, Niere; bei Ansicht im Spiegel: rechts vom Magenbereich liegt die Gallenblase, links die Leber, rechts zwischen Harnblase und Niere der Dünndarm, links der Dickdarm (so sieht man es selbst im Spiegel).
  • schwarze „Haarzunge“: Schwäche des Immunsystems und/oder Vorbote einer schweren Erkrankung, z.B. Leukämie
  • Nach einem Schlaganfall kann die Zunge beim Herausstrecken zu der gelähmten Seite hin abweichen, auch wenn dem Betroffenen das Geschehen nicht bewusst ist.

Auf der Zunge ist der gesamte Mensch abgebildet, ebenso wie in der Handfläche, den Fußsohlen und in der Ohrmuschel. Sie ist für Kenner auch Spiegelbild der Seele. Eine breite und runde Zunge ist die beste Voraussetzung für guten Geschmackssinn und eine gute Artikulation beim Sprechen.

Merke: In den letzten Jahren hat sich eine Sitte aus der Ayurvedischen Medizin bei uns zunehmend verbreitet: das Abschaben oder Bürsten der Zunge, um sie von Belag zu befreien und dadurch einen höheren Zustand der Gesundheit zu erreichen. Was immer auch die asiatischen Medizinmethoden damit bezwecken, in vielen Fällen wurden durch zu intensives Bearbeiten der Zunge die wertvollen Papillen verletzt. Das beeinträchtigt die Funktion des Schmeckens und fördert Entzündungen des Zungenmuskels, die sehr schmerzhaft und gefährlich werden können.

 

Zungendiagnostik in der Chinesischen Medizin als Gliederung der im Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin verwendeten Mindmap https://www.tcm24.de

1 GRUNDLAGEN

1.1 bei äußeren Erkrankungen

1.1.1 Belag

1.2 bei inneren Erkrankungen

1.2.1 Zungenkörper

1.3  Kälte -Zustände

1.3.1 Blässe

1.3.2  weißer Belag

1.4 rote Farbe und gelber Belag bei Hitze Zuständen

1.5 Zungenkörper geschwollen und steif und Belag dick bei Fülle Zuständen

1.6 Farbe blass bei Yang-Leere und rot bei Yin-Leere und Zungenkörper schlaff und dünn  und fehlender Belag bei Leere-Zuständen

2 DIE ACHT PRINZIPIEN

2.1 Außen

2.1.1 Wind-Kälte

Belag dünn und weiß

wenn feucht und nur vorderer Anteil abkratzbar -> path. Faktor schwach

wenn weiß und trocken und nicht abkratzbar -> äußere Kälte dringt tiefer ein mit potentieller Umwandlung in Feuer, was Zunge austrocknet

Dünn weiß mit Dornen -> Flüssigkeit der Lunge ist schon in Mitleidenschaft gezogen

dünn weiß fettig -> Angriff äußerer feuchter Kälte

2.1.2 Wind-Hitze

Belag zunächst dünn und weiß, später gelb; in schweren Fällen grau oder schwarz mit Dornen, eventuelle Veränderungen des Belages nur vorne

Rötung des gesamten vorderen Abschnittes der Zunge DD: Herz-Feuer nur Spitze

Bei Kindern oft rote Punkte an Spitze oder Zungenrändern

2.2 Innen

2.2.1 Veränderung von Form und Farbe in großer Vielfalt

Belag gewöhnlich gelb

wenn sich weißer Belag zu gelb ändert ist path. Faktor weiter nach innen gedrungen

Belag Rand weiß, Mitte gelb dann Erkrankung nach innen vorgedrungen

Belag Rand gelb, Mitte weiß Besserung in Sicht

Belag fehlt völlig -> Magen- oder Nieren-Yin-Leere

2.3 Halb-Innen – Halb-Außen (Shao-Yang-Krankheit)

2.3.1 einseitiger Belag oder vorn weißer, hinten grauer oder schwarzer Belag

weiß, leicht schlüpfrig nur rechts

roter Zungenkörper mit weißem Belag ausschließlich an Spitze

weißer Belag an Spitze und schwarzer an Zungengrund

weißer Belag an Spitze und grauer an Zungengrund

2.3.2 Symptome: Schüttelfrost und Fieber, bitterer Mundgeschmack, Schmerzen im Hypochondrium, Reizbarkeit, trockener Hals und Übelkeit

2.4 Kälte

2.4.1 Leere Kälte

weißer, feuchter, dünner  Belag / Leere: blasser Zungenkörper  –  Yang-Qi ist zu schwach daher feuchter Belag, wenn Yang-Qi ganz schwach dann Zunge wieder trocken

2.4.2 Fülle-Kälte

Belag

dick

feucht, weiß, glitschig

2.5 Hitze

2.5.1 Leere-Hitze

kein Belag

Zunge trocken und rot

2.5.2 Fülle-Hitze

Belag gelb

Zunge trocken und rot

2.5.3 Manifestationsorte

Herz-Hitze

rote Zungenspitze mit roten Punkten

Leber-Hitze

rote Zungenränder  und gelber Belag auf beiden Seiten

Magen-Hitze

gelber dicker Belag, oft rote Punkte um die Mitte der Zunge herum

Lungen-Hitze

dünner gelber Belag im vorderen Teil der Zunge

2.5.4 CAVE: trockene und braue oder schwarze Beläge bei extremer Hitze in Magen oder Darm, dann meist mit Verstopfung

2.6 Leere

2.6.1 Qi

Lunge: etwas schlaffer Körper, vorn zwischen Spitze und Zentrum etwas geschwollen

wenn dünner Belag in Lungenareal -> Hinweis auf Kälte in der Lunge

Milz: Zahneindrücke, eventuell leicht geschwollen

Magen: fehlender Belag im Zentrum oder fehlende Wurzel des Belages, weil keine trübe Flüssigkeit mehr auf die Zunge gelangt

Herz: blasser Zungenkörper, bei schweren Fällen ist Zungenspitze leicht geschwollen

2.6.2 Yang

Allgemein

blasser Zungenkörper

dünner Belag

weißer Belag

Milz:

blasser Körper; weißer nasser Belag

Zunge eventuell geschwollen

Niere: blasser und geschwollener Körper, weißer Belag

Herz: blasser Körper und eventuell an Spitze noch blasser und feuchter als übrige Zunge, wenn schwerwiegend: bläulich-purpurner Körper

2.6.3 Blut

Milz: blasser Körper, etwas trocken

Herz: blasser Körper, Spitze noch blasser

Leber: blasser Körper, Ränder noch blasser als übrige Zunge eventuell mit orangem Schimmer der Zungenränder

2.6.4 Yin

Magen:

trocken

kein Belag im Zentrum

oder Belag ohne Wurzel

breiter Riss im Zentrum

Niere: roter Körper (rot oder dunkelrot), kein Belag (geschält), trocken, Risse häufig, auch tiefer Riss in der Mitte

Herz: roter Körper, geschält und trocken, kein Belag im vorderen Abschnitte, Spitze mehr gerötet und trockener als übrige Zunge

Lunge: Körper rot, kein Belag, trocken, Risse im vorderen Abschnitt (Lungenareal)

2.7 Fülle

2.7.1 äußere

dicker Belag

2.7.2 innere

innere Fülle/Kälte:

Zunge blass

Belag weiß, dick

innere Fülle/Hitze:

roter Körper,

dicker, gelber Belag

Blut-Stagnation: purpurner Körper, Stauung der Zungengrundvenen

Flecken zw. Spitze und Zentrum -> Stagnation im Thorax

Flecken an Zungenrändern -> Stagnation der Leber

Flecken im Zungenzentrum -> Stagnation im Magen

Flecken am Zungengrund -> Stagnation Darm oder Blase

Schleim: dicker schlüpfriger, grauer fettiger  Belag

3 ZUNGENBELAG

3.1 Die klinische Bedeutung des Zungenbelags

3.2 Der Zungenbelag bei akuten, äußeren Erkrankungen

3.2.1 Wind-Kälte

3.2.2 Wind-Hitze

3.2.3 Hitze

3.2.4 Kälte

3.2.5 Feuchtigkeit

3.3 Der Zungenbelag und die Acht Prinzipien

3.3.1 Außen

3.3.2 Innen

3.3.3 Leere

3.3.4 Fülle

3.3.5 Hitze

3.3.6 Kälte

3.3.7 Yang

3.3.8 Yin

3.4 Beschaffenheit des Zungenbelages

3.4.1 Belag mit  Wurzel

mit Wurzel: Belag ist mit Zungenoberfläche fest verbunden, haftet, ist dünn, gleichmäßig verteilt, nicht abwischbar

dicker Belag mit Wurzel: immer Zeichen eines Fülle Musters

3.4.2 Belag ohne Wurzel

Ohne Wurzel: sieht ungleichmäßig aus, liegt Oberfläche lose auf, leicht wegwischbar

Belag verliert seine Wurzel, wenn die Funktion von Magen, Milz und Niere gestört ist, ist immer Zeichen eines Leere Musters

Magen-Qi-Leere

Magen-Yin-Leere

Nieren-Yin-Leere

Zungenbelag ohne Wurzel kurz nach dem Aufstehen, der nach dem Essen verschwindet durch leichte Schwäche des Magen Qi

Sonderfall: Landkartenzunge: ist in abgrenzbaren Bereichen geschält, dem restlichen Bereich fehlt die Wurzel

Magen-Yin-Leere

3.4.3 Vorhandensein des Belages

normaler Belag ist dünn, weiß und hat eine Wurzel

plötzliches Auftauchen von Belag: trübe Feuchtigkeit im Magen, oder dass die pathogene (innere) Hitze zunimmt

3.4.4 Fehlen des Belages

häufiges Muster des Verlustes des Belages durch Yin Leere (Magen-Yin Leere) sind folgende 6 Stadien

Belag verliert seine Wurzel im Zungenzentrum als Indiz

Magen-Qi-Leere

Zungenzentrum verliert seinen Belag vollkommen (d.h.ist geschält), übrige Zunge weist wurzellosen Belag auf

Magen-Yin- Leere

Belag verliert auf gesamter Zunge seine Wurzel

Magen-Qi-Leere

Variation: mögliche Rötung des Zungenzentrums

Magen- Yin-Leere mit Leere/Hitze

Ganze Zunge geschält, hat gesamten Belag verloren (mit und ohne Magen Riss)

schwere Magen-Yin-Leere

ganze Zunge geschält und rot (mit und ohne Magen Riss)

Magen- und Nieren-Yin-Leere mit Hitze Entwicklung

verschwindender  Belag im Verlaufe einer Erkrankung

Erschöpfung des Magen-Qi

bei chronischen Krankheitsmustern durch Yin Leere verschwindet der Belag ganz allmählich

3.4.5 Dicke des Zungenbelages

dünner Belag: Normalzustand bzw. schwacher pathogener Faktor

Normalzustand bzw. schwacher pathogener Faktor

dünner Belag, der dicker wird

Erstarken des pathogenen Faktors

dicker Belag, der dünner wird allg. positiv (Schwächung des Pathogens), bei plötzlicher Änderung jedoch Hinweis auf kollabierendes Magen Qi

verschwindener Belag sowie keine Nachbildung (Zunge erscheint geschält)

Zusammenbruch des Magen Qi

dicker Belag (Belagdicke = Maß für Stärke des pathogenen Faktors)

Pathogener Faktor, somit Fülle Muster

3.4.6 Verteilung des Zungenbelages

vollständig

bei äußeren Erkrankungen ist die Verteilung Indikator für Lokalisation und Tiefe eines pathogenen Faktors

im Initialstadium weiter außen:  im vorderen Zungendrittel oder um Zungenmitte herum

Belag wandert mit Eindringen des pathogenen Faktors in Richtung Zungenmitte

unvollständige (bedeckt nur Teil der Zunge)

rechtsseitig

wenn weiß und schlüpfrig: Hinweis auf halb innen/halb außen befindliche Erkrankung Shao Yang Syndrom

wenn dick/gelb/schlüpfrig ist eher Retention feuchter Hitze in Gallenblase wahrscheinlich

linksseitig

(Erkrankung beschränkt sich auf Organe,v.a. Leber)

ungleichmäßig

dünner, leicht wässriger Belag kurz hinter Zungenspitze (Lungenareal)

Wind-Kälte in Lunge

dicker Belag im Zungenzentrum:

Feuchtigkeitsretention im Magen

dicker Belag im Zungengrund:

Nahrungsretention im Darm

wenn gelb/schlüpfrig:

Retention feuchter Hitze in der Blase oder im Darm (Uterus)

3.4.7 Feuchtigkeit des Zungenbelages

trockener Belag

nasser Belag

schimmelige Beläge

fettige Beläge

3.5 Farbe des Zungenbelags

3.5.1 weißer Belag

weiß und dünn

weiß, dünn und schlüpfrig

weiß, dick und schlüpfrig

weiß, dünn und trocken

weiß, dick und naß

weiß, dick und trocken

weiß, dick und fettig/schlüpfrig

weiß, dick und fettig/trocken

weiß, rauh und rissig

weiß, klebrig und fettig

weiß und pulvrig

weiß und schneeartig

weiß und schimmelig

zur Hälfte weiß und zur Hälfte schlüpfrig

3.5.2 gelber Belag

blassgelb

gelb und schlüpfrig

schmutziggelb

gelb, klebrig und fettig

trocken und gelb

gelber Zungengrund mit weißer Spitze

bilaterale, dicke gelbe Streifen bei weißem Belag

bilaterale, dicke gelbe Streifen bei gelbem Belag

teils gelber, teils weißer Belag

Neuer Zweig

3.5.3 grauer Belag

grau, naß und schlüpfrig

grau und trocken

3.5.4 schwarzer Belag

schwarz, schlüpfrig und fettig

bilaterale schwarze Streifen auf weißem Belag

weißer Belag, schwarze Punkte

weißer Belag, schwarze Dornen

schwarzes Zentrum, weiße und schlüpfrige Ränder und Spitze

zur Hälfte weiß und schlüpfrig, zur Hälfte gelb und schwarz

gelbe Ränder, schwarzes und fettiges Zentrum

schwarz, trocken und rissig

3.5.5 Farbkombinationen des Zungenbelages

weiß und gelb

weiß und grau

weiß und schwarz

gelb und schwarz

weiß, grau und schwarz

gelb und grau

4 FORMEN DES ZUNGENKÖRPERS

4.1 Die dünne Zunge

4.2 Die geschwollene Zunge

4.2.1 blass und nass

4.2.2 normale Farbe

4.2.3 frisches Rot

4.2.4 purpurn

4.2.5 dunkel-bläulich purpurn

4.3 Die teilweise geschwollene Zunge

4.3.1 geschwollene Ränder

4.3.2 geschwollene Seiten

4.3.3 geschwollene Spitze

4.3.4 Schwellung zwischen Spitze und Zentrum

4.3.5 Schwellung entlang eines zentralen Risses

4.3.6 Schwellung einer Zungenhälfte

4.3.7 eng begrenzte Schwellung einer Seite

4.3.8 Schwellung einer Hälfte der Zungenoberfläche

4.3.9 hammerförmige Zunge

4.3.10 Schwellung des vorderen Zungendrittels

4.4 Die starre Zunge

4.5 Die weiche Zunge

4.6 Die lange Zunge

4.7 Die kurze Zunge

4.7.1 blass und kurz

4.7.2 rot und kurz

4.7.3 tiefrot, trocken und kurz

4.7.4 geschwollen und kurz

4.8 Die rissige Zunge

4.8.1 lange horizontale Risse

4.8.2 kurze horizontale Risse

4.8.3 eisschollenähnliche Risse

4.8.4 unregelmäßige Risse

4.8.5 Querrisse an den Rändern

4.8.6 vertikaler Riss in der Zungenmitte

4.8.7 langer vertikaler Riss in der Mitte

normale Farbe

rot mit stärker geröteter Spitze

rot ohne Belag

4.8.8 Querrisse hinter der Spitze

4.8.9 tiefer zentraler Riß und andere kleine Risse

4.9 Die lockere Zunge

4.10 Die abweichende Zunge

4.11 Die steife Zunge

4.12 Die sich bewegende Zunge

4.13 Die zitternde  Zunge

4.14 Die gerollte Zunge

4.15 Die Zunge mit Zahnabdrücken

4.16 Die ulzerierte Zunge

4.17 Die von Geschwüren bedeckte Zunge

5 FARBEN DES ZUNGENKÖRPERS

5.1 Grundlagen

5.2 blass

5.2.1 blass und nass

Milz-Yang-Leere

Flüssigkeiten werden nicht mehr umgewandelt und weitergeleitet

Yang-Qi-Leere

Blut gelangt nicht mehr bis zur Zunge

Nieren-Yang-Leere

Zunge dann aber noch zusätzlich geschwollen

schleimbedingte Blockade des Geistes

hier blasse stark geschwollene Zunge, die komplett von einem klebrigen Belag bedeckt wird

5.2.2 blass und trocken – schwerwiegender Zustand

meist Blut-Leere

Yang-Leere

Lungen-Qi und Milz-Yang-Leere führt zu wenig Flüssigkeitsproduktion im Magen

5.2.3 blass und hell glänzend

Belag fehlt ausgehend vom Zungenzentrum

Ursache ist Kombination von Milz und Magen-Schwäche + Qi- und Blut-Leere

Kommt z.B. bei MS vor

5.3 Die rote Zunge

5.3.1 Identifizierung von Krankheitsmustern nach den 4 Schichten

Abwehrschicht

Schicht des Qi

Ernährungsschicht

Schicht des Blutes

5.3.2 Rote Zungenspitze

Herz-Feuer

5.3.3 rote, etwas geschwollene Zungenränder

Leber-Yang

Leber-Feuer

5.3.4  rotes Zentrum, sonst normale Farbe

Hitze im Magen

5.3.5  Zentrum gerötet und geschält, sonst normale Farbe

Magen-Yin-Leere

5.3.6 ganze Zunge gerötet und geschält

Nieren-Yin-Leere

5.3.7 roter Zungengrund

selten isoliert bei Nieren-Yin-Leere

5.3.8 rot und naß

Hitze in der Ernährungsschicht + Retention von Feuchtigkeit

Leber-Yang + Milz-Qi-Leere

Leber-Feuer + Milz-Qi-Leere

Yang-Qi-Leere – falsches Yang schwimmt an der Oberfläche

Zunge zart weich schlaff

günstiger als rote und trockene Zunge

5.3.9  rot und trocken

+ Belag

Fülle/Hitze im Inneren

– Belag

Yin-Leere

meist Nieren-Yin-Leere

5.3.10  rot und glänzend

Ursache ist Yin-Leere und Mangel an Flüssigkeiten

kündigt Verschlechterung an

Wenn Zungengrund zusätzlich trocken

Nieren-Yin-Leere

Zungenzentrum trocken

Magen-Yin-Leere

5.3.11 scharlachrot

teilweise nur im vorderen Abschnitt

Lungen-Yin-Leere

an Spitze

Herz-Yin-Leere

5.3.12 rote Punkte und Flecken

rot mit roten Punkten

Immer Zeichen für Blut-Hitze

an der Spitze

Herz-Feuer

Je intensiver Punkte je schwerer Erkrankung

an den Rändern

Punkte nur links

Leber-Feuer

Punkte nur rechts

Hitze in der Gallenblase

aufsteigendes Leber-Yang

an den Rändern (medial)

Hitze in Magen oder Milz

am Zungengrund

mit Belag

Hitze in Blase oder Darm

ohne Belag

„rücksichtsloses“ Feuer der Niere

PID „Uterus“

echte bak. Infektion

rot, Belag dick und gelb und vielleicht fettig

keine Infektion

Zunge nicht gerötet

Belag nicht dick

keine roten Punkte an Zungengrund

rot mit roten Flecken

Hitze in Verbindung mit Blutstagnation

an Spitze

Hitze und Blutstagnation im Herzen

an den Rändern

Hitze und Blutstagnation in der Leber

am Zungengrund

Blut-Stagnation im Unteren Erwärmer (Blase, Darm, Uterus)

rote Punkte bei äußeren Erkrankungen

an Zungenspitze

Angriff von äußerer pathogener Hitze, nur oberer Erwärmer und die äußeren energetischen Schichten des Körpers betroffen

bis Zentrum der Zunge

äußere Hitze bereits in Richtung Körperinneres fortgeschritten

an den Zungenrändern

Angriff von äußerer pathogener Hitze, die äußeren energetischen Schichten des Körpers sind betroffen

rechts oder links der Mitte

äußere Wind-Hitze in der Zwischenschicht – halb innen halb außen

blassrote Punkte im Zungenzentrum

mäßige Hitze im Magen bei Magen- und Milz-Leere

weiße konkave Punkte

Kälte im Magen

5.3.13 rot mit Dornen

Dornen sind ein Hinweis auf Hitze im oberen Erwärmer

Lungen-Hitze

Dornen zwischen Spitze und Zungenzentrum

Magen-Hitze

v.a. Zungenzentrum ist mit Dornen übersät

Zungenmitte breiter Riss mit Dornen drin

5.3.14 rot mit purpurnem Fleck  im Zentrum

Hitze und Blut-Stagnation im Magen

5.3.15 ot und geschält

fehlender Belag

Magen-Yin-Leere

rote Farbe des Zungenkörpers

Nieren-Yin-Leere

5.4 Die dunkelrote Zunge

5.4.1 fortgeschrittenes Stadium der Hitze

5.4.2 dunkelrot mit trockener Mitte und mit Belag

Hitze/Exzess in der Ernährungsschicht oder in der Schicht des Blutes zu finden

5.4.3 dunkelrot mit trockener Mitte und ohne Belag

Hitze durch Magen-Yin-Leere

5.5 Die purpurrote Zunge

5.5.1 purpurrot

Stagnation aufgrund von Blut-Hitze

purpurrote Spitze

Blut-Stagnation und Hitze im Herzen

purpurrote Ränder

Stagnation von Leber-Qi und Leber-Blut

5.5.2 dunkel-purpurrot

dunkel-purpurrot und trocken

Blut-Hitze und Blutstagnation

dunkel-purpurrot und nass

Hitze in der Ernährungsschicht

5.5.3 purpurrot und geschwollen

extreme Hitze des Herzens

chron. Alkoholmissbrauch

5.5.4 bläulich-purpurn

Stagnation aufgrund einer Blockade durch innere Kälte

bläulich-purpurne Zungenspitze

Hitze und Blut-Stagnation im Herzen bei lange vorbestehender Herz-Yang-Leere

bläulich-purpurnes Zentrum

Kälte- und Blut-Stagnation in der Milz bei chron. Milz-Yang-Leere

bläulich-purpurne Ränder im Bereich des Zentrums

Blut-Stagnation in der Brust, die das Herz und die Lunge betreffen

bläulich-purpurner Zungengrund

Kälte und Blut-Stagnation in der Niere auf Basis einer Nieren-Yang-Leere

bläulich-purpurn und feucht

innere Kälte aufgrund von Yang-Leere, die zu Blut-Stagnation geführt hat

bei Atrophie (Wei-) Syndrom mit Muskelatrophie

5.6 Die blaue Zunge

5.6.1 blau ohne Belag

Zeichen großer Gefahr

Kälte ist im Inneren „erstarrt“, Folge davon ist eine schwere Blut-Stagnation

fehlender Belag ist Anzeichen für den totalen Kollaps von Qi und Blut

5.6.2 Blaues Zentrum mit schlüpfrigem, fettigen Belag

Innere Kälte von Magen und Milz

5.6.3 Die blaue Zunge in der Schwangerschaft

Blaue Zunge und gerötetes Gesicht bei einer Schwangeren

drohender Tod des Kindes, Mutter überlebt

Zunge rot und Gesicht blau

Tod der Mutter droht, Kind überlebt

5.7 weiße Bläschen

5.7.1 Hinweis für Feuchtigkeit

5.8 Die Unterseite der Zunge

5.8.1 geschwollen nicht dunkel

Qi-Stagnation

5.8.2 geschwollen und dunkel

Blut-Stagnation

5.8.3 Schwellung einer Vene

Blut-Stagnation auf eine Seite des Körpers beschränkt

5.8.4 erweiterte Venen

Fülle-Zustand

5.8.5 dünne Venen

Leere

5.8.6 rötlich-purpurne und glänzende Venen

Hinweis auf feuchte Hitze in der Schicht des Ernährungs-Qi

5.8.7 gelbliche Venen

aufsteigende trübe Feuchtigkeit

5.8.8 weiße und schlüpfrige Venen

feuchte Kälte

 

Kü/Preuss/Freitag

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