Chinesische Kraeuterheilkunde – Chinesische Kräutermedizin

Chinesische Kräutermedizin

Chinesische Kräuterheilkunde

Die Medikamente in der chinesischen Medizin sind eine individuelle Zusammenstellung verschiedener Heilkräuter / Mineralien / tierischen Substanzen, abgestimmt auf die Symptomatik des einzelnen Patienten. Diese werden als Dekokte (Tees)  oder als Pulver/Granulate oder in Form von Kapseln/Tabletten speziell für den Patienten zusammengestellt und von diesem dann in der traditionellen Variante in einem Kochprozess selber zubereitet. Bei einer zeitsparenden Variante werden Granulate, die aus Kräutern hergestellt wurden mit heißem Wasser gemischt. Bei der „aktuellen sehr zeitsparenden Variante“ werden die Kräuter zu Presslingen verarbeitet und dann wie normale Medikamente mit einem Schluck Wasser genommen.

Chinesische Kräuterheilkunde in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die chinesische Kräuterheilkunde verwendet vorwiegend Pflanzenteile (Wurzeln, Rinden, Blüten und Blätter), aber auch Mineralien und einige Tierprodukte. Sie alle haben in über zweitausendjähriger Anwendung ihre heilende Wirkung bewiesen. Heute wird dabei natürlich dem Artenschutz Rechnung getragen. Geschützte Arten aus dem Tier- und Pflanzenreich werden von uns grundsätzlich nicht eingesetzt. Auf unserer Spezialseite zu Chinesischer Kräutertherapie/Kräuterheilkunde www.chinesische-kraeutertherapie.de finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten 60 Rezepte zur chinesischen Arzneimitteltherapie.

Ein Grundsatz der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ist die Erkenntnis, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Deshalb werden einzelne Kräuter und Substanzen in der Regel miteinander kombiniert. Jeder Patient erhält so ein individuell auf ihn und seine Krankheitssituation abgestimmtes Arzneimittelrezept.

Bei welchen Beschwerden kann die Chinesische Kräuterheilkunde Arzneimitteltherapie hilfreich sein?

Die Traditionelle Chinesische Medizin behandelt sowohl akute als auch chronische Krankheiten mit chinesischen Arzneimitteln / Chinesischer Kräuterheilkunde. Grundsätzlich besteht keine Einschränkung der Anwendbarkeit der chinesischen Arzneimitteltherapie auf bestimmte Erkrankungen. Wie auch in der westlichen Schulmedizin ist ebenfalls in der Chinesischen Medizin gegen fast jede Erkrankung ein Kraut gewachsen. Es hängt allerdings von der Schwere und Chronizität der Erkrankung ab, wie schnell chinesische Arzneimittel für den Patienten spürbare Besserung oder Heilung bewirken. Die folgende Liste nennt häufig vorkommende Erkrankungen, die sehr gut auf chinesische Arzneimitteltherapie ansprechen.

Diese Liste erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn auch hier nicht genannte Krankheitsbilder können mit chinesischen Arzneimitteln behandelt werden. Im speziellen Fall fragen Sie bitte Ihren Therapeuten.

Magen- und Darmerkrankungen: Reizmagen, Reizdarm, Gastritis, Colitis, Morbus Crohn

Atemwegserkrankungen: Asthma, Sinusitis, Bronchitis

Hauterkrankungen: Ekzeme, Psoriasis, Neurodermitis, Akne

Gynäkologische Erkrankungen: Menstruationsprobleme, Unfruchtbarkeit, Zysten, Myome,
Schwangerschaftsprobleme, klimatische Beschwerden

Urogenitale Erkrankungen: Impotenz, Prostatitis, Unfruchtbarkeit

Kinderkrankheiten: Hauterkrankungen, Bettnässen, Hyperaktivität, Krankheiten des Verdauungssystems

Infektiöse Erkrankungen: Erkältungen, Bronchitis, Durchfälle, akute und chronische Blasenentzündungen, chronisches Ermüdungssyndrom, HIV-Begleitsymptome

Weitere Krankheiten: Schlaflosigkeit, Migräne, Schwindel, Tinnitus, stressbedingte Beschwerden, Depressionen, Rheuma, Konjunktivitis, alle Arten von Allergien, Durchblutungsstörungen, Verletzungen

Wer kann chinesische Arzneimittel/Kräuter nehmen?

Chinesische Kräuter können in jedem Alter eingenommen werden.

Die Therapeuten passen die Dosis der Rezeptur dem Alter und den Lebensgewohnheiten des Patienten an. Kinder erhalten oftmals Granulate zum Auflösen in Wasser, da sich diese leichter verabreichen lassen. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht.

Wie diagnostiziert und behandelt der Therapeut?

Der Therapeut führt die Anamnese nach den Kriterien der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) durch und beurteilt die Symptome und das Befinden des Patienten. Wichtige diagnostische Mittel sind die Bewertung von Puls und Zunge. Aber auch Antlitzzeichen und Besonderheiten an der Ohroberfläche werden beachtet. Die Behandlung wird individuell genau abgestimmt. Die Rezeptur wird in der Regel aus mehreren Zutaten/Kräutern zusammengestellt, wobei sich diese in ihrer Wirkung ergänzen und unterstützen. Nur selten werden einzelne Kräuter eingesetzt, z.B. beim Beginn von Erkältungen das bekannte Ingwerteerezept bestehend aus 2 Scheiben Ingwer, 1 Esslöffel Lindenhonig und 0,3 l heißem Wasser.

Wie lange und in welcher Form werden die  Arzneimittel/Kräuter eingenommen?

Traditionell werden chinesische Arzneimittel in Form von Tees oder Dekokten eingenommen, das heißt, die gemischten Arzneimittel werden in Wasser 30 Minuten oder länger abgekocht (oder bei Granulaten in heißem Wasser aufgelöst, was eine Zeitersparnis bedeutet). Chinesische Arzneimittel werden auch als Fertigmischungen in Form von konzentrierten Extrakten, Pulvern und Pillen verordnet.

Der Patient bekommt von seinem Behandler detaillierte Anweisungen zur Zubereitung und Einnahme.

Die Dekokte oder Fertigmischungen werden täglich eingenommen. Meist erstreckt sich die Behandlung von einer Woche bis zu mehreren Monaten, abhängig von der Schwere und Dauer der Erkrankung.

Der Patient wird dabei regelmäßig untersucht, um sicherzustellen, dass die gewählte Rezeptur wirksam bleibt. Natürlich wird die Zusammenstellung der Rezeptur dem Gesundungsprozess angepasst.

Sind chinesische Arzneimittel sicher?

Chinesische Arzneimittel sind ein möglicher Weg aus der Krankheit, wenn ihre Verordnung in den Händen kompetenter Behandler liegt. Nur sie können nach genauer Diagnose die richtige Rezeptur zusammenstellen. Die Behandler kennen die verschiedenen Arzneimittel und Fertigpräparate, die es auf dem Markt gibt und sie sind durch ihre qualifizierte Ausbildung in der Lage, eine passende Auswahl zu treffen.

ACHTUNG: Von einer Selbstmedikation ist dringend abzuraten. Dies gilt selbst für mittlerweile so populäre Kräuter wie Ginseng. Zur Ausübung der chinesischen Arzneimitteltherapie bedarf es eines umfassenden Studiums und langjähriger Erfahrung. Da chinesische Arzneimittel zum größten Teil freiverkäuflich sind und es keine Regelungen gibt, unqualifizierte Behandler von der Verordnung auszuschließen, sollten Sie sich über die Qualifikation Ihres Therapeuten und Ihrer Apotheke informieren.

 

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