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  • Gong des Zentrums für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin Berlin
    Gong des Zentrums für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin Berlin
  • Moxibustion

    Bei der unterstützenden Moxibustion werden die Akupunkturpunkte nicht (nur) durch Nadelstiche, sondern mit Hitze stimuliert. Die Hitze wird durch das Abbrennen von getrocknetem Moxakraut (oft wird Beifuss verwandt) erreicht. Die Wärme dringt über die Akupunktur-Punkte in den Körper ein. Auf diese Weise werden Feuchtigkeit und Kälte vertrieben und das Qi bewegt.

    Auch die Moxibustion hat eine jahrtausendealte Tradition. So empfiehlt das -Huang Di Nei Jing-, das Lehrbuch des gelben Kaisers, die Moxibustion bei Erkrankungen durch Kälte und Feuchtigkeit und bei Erkrankungen des sogenannten Schwächetyp.

    Dr. med. Gabriel Stux teilt die Hauptanwendungsgebiete der Moxibution wie folgt ein:

    • chronische Bronchitis
    • chronisches Asthma
    • Depressive Verstimmungen
    • Schwächezustände nach chronischen Erkrankungen
    • chronische Diarrhö
    • Erschöpfungsreaktionen

    Formen der Moxibustionsanwendungen: am häufigsten ist die Variante Moxakasten (nach Dr. med. Gabriel Stux):

      • Direkte Moxibustion
        Wir verwenden diese Art der Moxibustion nicht. Ein kleiner Moxakegel wird direkt auf der Haut angezündet. Das langsam glimmende Moxa erhitzt die Haut.
        Da die Methode gelegentlich schmerzhaft ist, wird sie vorwiegend in China und nur äußerst selten in Deutschland angewendet.
      • Indirekte Moxibustion
        Das Moxakraut wird ohne direkte Berührung mit dem Körper abgebrannt. Eine ca. 1-2 mm dicke Scheibe frischen Ingwers wird auf den Akupunkturpunkt gelegt. Darauf verglimmt ein ca. 1 cm großer Moxakegel. So kann eine große Menge Wärmeenergie in den Körper eindringen.
      • Moxibustion mit “Moxazigarren”
        In dünnes Papier gerollte Moxastangen, sogenannte Moxazigarren, werden nahe über einen Akupunkturpunkt (ca. 0,5-1 cm) gehalten. Wird ein deutliches Hitzegefühl verspürt, geht man etwas zurück (ca. 3-4 cm). Nach kurzer Zeit nähert man die glühende Moxazigarre wieder der Haut. Diesen Vorgang wiederholt man 6 mal je Punkt.
      • Moxibustion mit “Moxazigarren” und Moxakasten
        Die sogenannten Moxazigarren, bei denen die äußere Schicht grünlichem Papiers entfernt wurde, werden an beiden Enden geöffnet bzw. es wird ein Stück von ca. 4 cm Länge abgebrochen und an einem Ende angezündet. Dann wird solange auf die glühende Stelle gepustet, bis ein ca. 1,5 cm langes Stück der Moxazigarre  glüht. Danach wird die Moxazigarre in dem Moxakasten über den zu behandelnden Akupunkturpunkten plaziert. Der Moxakasten hat einen Zwischenboden aus Stahldraht, auf dem die Moxazigarre abgelegt wird, ohne dass die Gefahr besteht, dass die heiße Glut auf den Rücken fällt.
      • Moxibustion mit Erhitzung der Nadeln
        Am freien Ende einer speziell geformten Akupunkturnadel wird ein Stück Moxawolle befestigt und angezündet. Über die Nadel wird die Hitze in die Tiefe des Gewebes geleitet.
    • Selbstbehandlung mit Moxibustion
      Zur Selbstbehandlung eignen sich die indirekte Methode und die Methode mit den Moxazigarren. Voraussetzung ist aber, daß der Patient genau über die Methoden der Moxibustion aufgeklärt wurde. Der Arzt markiert mit einem wasserfesten Stift die Akupunkturpunkte, die dann vom Patienten zu Hause selbstständig erwärmt werden.
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