THERAPEUTISCHES COACHING – UND DIE BUCHREIHE MENSCH

Buchreihe Mensch

Mensch mit sich selbst

Die Buchreihe Mensch entstand aus der gemeinsamen Betreuung von Menschen, die als Patienten ins Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin kamen. Einigen dieser Menschen konnten wir nicht helfen, weil sie streitbar mit Ihrer Umgebung umgingen, weil sie in der Arbeitswelt mit den Kollegen und Vorgesetzten unangemessen umgingen oder weil die Partnerschaft entweder nicht vorhanden war oder mit der Zeit erschöpft oder ebenfalls streitbar.

Hier ein positives Beispiel die Lesung zum Kapitel „glückliche“ Großeltern.

aus dem Buch III Mensch in Familie … zum Thema glückliche Großeltern

Therapeutisches Coaching

Das Therapeutische Coaching ist eine von Hartwig Marx im Jahr 2006 eingeführte Technik, bei der unterschiedliche Methoden vereinigt werden, um Interaktions- und Kommunikationsprozesse erfolgreich gestalten zu können. Beim Therapeutischen Coaching kommen unterschiedliche Module zum Einsatz, um die Störung innerhalb des Systems in dem sich der Betroffene befindet erkennbar zu machen.  Eine der Methoden ist die Genogrammarbeit, bei der die Familienstruktur des betroffenen Patienten, seine Beziehungen und die Qualität der Beziehungen zu den einzelnen Familienmitgliedern dargestellt werden.

Ein weiteres Modul ist die Verbesserung des sog, inneren Dialogs, bei dem der Therapeut bewirkt, dass der Mensch in einer anderen Art und Weise mit sich selbst spricht / eine andere Wortwahl findet. So wird z.B. die Begrifflichkeit “das ist gut”, “das ist schlecht” oder “das ist richtig”, “das ist falsch”, ein  “das erfreut mich” und “das ist verbesserungswürdig” ersetzt. Dies bewirkt, dass die Kommunikation dann unmittelbar dazu führt, dass nur noch die eigene Bedürfnislage beschrieben wird und keine Bewertung der Situation und insbesondere des Gegenübers bzw. Partners stattfindet.

In der Kommunikation mit dem Partner führt dies dazu, dass eine End-Hierarchisierung (im Sinne einer nicht mehr vorhandenen steilen Hierarchie) stattfindet. Eine Hierarchisierung tritt immer dann auf, wenn die Rolle zweier Erwachsener, die miteinander kommunizieren, getauscht wird; die Rolle des einen beteiligten Erwachsenen mit der Rolle des Kindes und die Rolle des anderen beteiligten Erwachsenen mit der Rolle des kritischen oder nährenden Eltern-Ich.

Die weitere  Säule des therapeutischen Coachings ist das Antrainieren der Fähigkeit, unmittelbar zu erkennen, in welcher Rolle ich mich befinde. Es gibt hierbei ganz verschiedene Rollen im folgenden sind einige aufgeführt:

  • die Rolle des Erwachsenen-Ichs, bei der ohne Bewertung Informationen ausgetauscht werden. Dies kann auch im Rahmen einer Auseinandersetzung geschehen, bei der zwei Erwachsene widerstreitende Bedürfnisse verbal erklären.
  • das sogenannte Eltern-Ich (nährend oder kritisch); zwei weitere Rollen, die eine Person in der Kommunikation einnehmen kann. Beim kritischen Eltern-Ich haben wir immer etwas zu meckern, z.B.: ” Was haben Sie denn schon wieder für Schuhe an?” oder wir gehen dann hin und fangen sofort an die Schuhe zu putzen – in diesem Fall als nährendes Eltern-Ich.
  • Das Gegenüber kann jetzt nur entweder trotzig reagieren: “Was gehen Sie meine Schuhe an?” oder kann sagen: “Ich putze die sofort.” – einmal trotziges Kind oder angepasstes Kind.
  • In jedem Fall haben wir als Paar, nachdem wir in dem Kommunikationsmodell “nährendes-kritisches- Eltern-Ich” zum trotzigen oder angepaßten Kind kommunizieren, an diesem Abend zumindest keine Option mehr auf einen netten bereichernden Abend inklusive Sexualität. Schade aber leider in sehr vielen „Partnerschaften“ so. Übrigens Streiten gehört auch nicht in bereichernde Mann-Frau Beziehungen.

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und hier geht es zu Hartwig seine Seite mit den Videos zum Buch für die Teilnehmer des Projekts zugunsten der Flüchtlingsunterkünfte / Kinderdörfer in Berlin