Sozialprojekt Gesunde Kinder – Gesundes Berlin

Neben dem Projekt zur kostenfreien Behandlung von Obdachlosen und sozial Schwache besteht im Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin das Sozialprojekt Gesunde Kinder – Gesundes Berlin

Ort: Caritas (Räume in der Etage der Geschäftsleitung), Großen Hamburger Str. 18, 10115 Berlin

Gesunde Kinder – Gesundes Berlin

Das Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin und Integrative Medizin wurde im September 2001 von den St. Hedwig Kliniken in Berlin-Mitte ins Leben gerufen. Neben dem Schwerpunkt Akupunktur in den unterschiedlichsten Varianten (über 15 Akupunktursysteme werden eingesetzt) kommen die chinesische Kräutertherapie, Ernährungsberatung, Tuina-Massage und Qi Gong zum Einsatz.

Den Gründern und den Mitarbeitern des Zentrums für Traditionelle und Integrative Medizin sowie ihren freiwilligen Helfern war es von Beginn an ein großes Anliegen, auch Menschen zu helfen, die sich eine Behandlung mit Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin aus finanziellen Gründen nicht leisten können. Sie folgen damit einem Grundsatz der chinesischen Medizin, 10 % der Patienten kostenfrei zu behandeln. (Akupunkturleistungen werden bislang von den Krankenkassen nur im Rahmen von Modellprojekten übernommen, damit werden nur für einen Bruchteil der von der WHO als sinnvoll angesehenen Behandlungsindikationen die Kosten übernommen).

Innenansicht der Sozialsprechstunde

Innenansicht der Sozialsprechstunde

Seit dem 27. November 2002 bietet das Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin der St. Hedwig-Kliniken Berlin daher in Kooperation mit der Berliner Stadtmission und dem Alexianerorden eine kostenfreie Sprechstunde im Bereich TCM für Obdachlose und Sozialschwache an. Bei den Behandlungsmethoden stehen die Ohr-Akupunktur und Kräutertherapie im Vordergrund. Diese Sprechstunde wird um den Aspekt Lebensberatung durch Schwester Maria Kurz vom Orden unserer lieben Frau ergänzt. Sie bietet den Ratsuchenden im Rahmen des TCM-Projektes in der Lehrter Straße eine ergänzende Lebensberatung an und die Möglichkeit, ihre eigene Situation zu klären und damit neue Perspektiven zu gewinnen. Darüber hinaus bietet die Berliner Stadtmission im Rahmen ihrer Tätigkeit weitere umfangreiche Lebenshilfe an. Die Wohngruppen für ehemalige Obdachlose und im Winter der Kältebus bzw. die Notübernachtung in der Lehrter Straße sind nur einige dieser Projekte (weiter Informationen unter www.berliner-stadtmission.de)

Manche Patienten haben ein bisschen Angst vor dem „pieksen“, aber die Ohrakupunktur ist nadel- und schmerzfrei, da statt Nadeln Samenkörner auf die Ohrmuschel geklebt werden.

Der Zuspruch zur dieser Sozialsprechstunde wird stetig größer, und neben Obdachlosen nehmen auch viele Rentner und Sozialhilfeempfänger das Angebot dankbar an. Bisher wurden über 220 Menschen im Rahmen dieses Projektes betreut.

Anlässlich des dreijährigen Bestehens des Zentrums wird im September 2004 ein neues Sozialprojekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, Kinder aus Kinderheimen in Berlin bzw. Kinder aus sozial schwachen Familien oder Kinder alleinerziehender Mütter / Väter kostenfrei bei bestimmten Krankheiten zu behandeln. Im Vordergrund stehen hier allergische Erkrankungen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sowie Lernstörungen, aber auch alle anderen Erkrankungen, die mit den Methoden der TCM behandelt werden können.

Zu diesem Zweck wird im Zentrum eine spezielle Kindersprechstunde eingerichtet. Die Kinder werden zunächst ausführlich mit den Methoden der Traditionellen Chinesischen und Integrativen Medizin untersucht (Erhebung einer ausführlichen Anamnese, Puls-, Zungen- und Ohrmuscheldiagnostik), und im Anschluss daran wird gemeinsam mit den Betreuern/Erziehungsberechtigten ein Therapiekonzept erarbeitet. Dieses basiert beim Kinderprojekt auf der so genannten Ohrakupunktur mit Bullenkrautkörnchen, findet also ohne Nadeln statt bzw. wird mit einem neuartigen Infrarot-Laser (LASERNEEDLE) durchgeführt. Sollten weitere schulmedizinische Untersuchungen notwendig sein, werden diese von Kollegen, mit denen das Zentrum zusammenarbeitet, durchgeführt. Auch wenn es sich dabei um „privatärztliche“ Leistungen handelt, entstehen den Patienten innerhalb des Sozialprojektes keine weiteren Kosten.

Bei der Betreuung der Kinder kommt neben Traditioneller Chinesischer und Integrativer Medizin auch die klassische Homöopathie zur Anwendung. Zusätzlich besteht für die Kinder und Eltern die Möglichkeit, an Seminaren zu den Themen 5-Elemente-Ernährung und Qi Gong teilzunehmen, die als Teil dieses Sozialprojektes ebenfalls angeboten werden.

Neben teilnehmenden Kindern sucht das Zentrum auch Therapeuten, die in Berlin in dem Projekt mitarbeiten bzw. ein derartiges Projekt an anderer Stelle in Deutschland durchführen möchten.

Informationen: Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin, St. Hedwig Krankenhaus Berlin, Große Hamburger Straße 5-11, Mitte, Telefon: 030 – 23 11 25 27, Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 8.30 bis 19.30 Uhr, E-Mail: tcm@alexius.dewww.tcm24.de.

co.med 09/04

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