Schulterschmerzen, Ohrgeräusch und Brennen an den Füßen – Fallbeschreibung SCHTP (Supraclavikuläre Triggerpoint-Hernie)

Fallbeschreibung Schulterschmerz, Ohrgeräusch, Fußbrennen

Diagnose: SCHTP (Supraclavikuläre Triggerpoint-Hernie) und Faszienverklebung Wade

 

1. Behandlung:

Die Patientin im Alter von 44 Jahren stellt sich zur Behandlung vor. Sie hat seit 2005 starke Schmerzen in der linken Schulter und eine starke Einschränkung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Sie kann den linken Arm nicht höher als 45 Grad zur Seite anheben.

Seit vier Wochen nimmt sie ein stark pfeifendes Geräusch auf dem linken Ohr wahr. Seit August 2011 tritt häufig ein Schwindelgefühl auf. Dabei hat sie das Gefühl „der Boden kommt mir entgegen“. Dieses Gefühl kann sie durch schnelles Kopfdrehen nach links und rechts selbst auslösen.

Den Schwindel begleitet eine latente Übelkeit.

An beiden Füßen gibt es einen starken Fußsohlenschmerz und Brennen an den Füßen. Gegen die Schmerzen nimmt die Patienten Medikamente.

Im Herbst 2010 gab es mehrere Zahnoperationen und eine Wurzelbehandlung am Zahn. Im Mundbereich wurden zur Sanierung der Zähne unterschiedliche Metalle verwendet.

Wir ertasten im Bereich der Fossa supraclavikularis eine Triggerpointhernie (Triggerpunktherine).

(Beim Abtasten der SCHTP wird die Daumenspitze in die Fossa supraclavikularis gedrückt bis eine Unregelmäßigkeit im Gewebe erspürt wird, die ungefähr die Größe eines Mandelkorns erreichen kann. Der Patient liegt dabei auf dem Rücken oder sitzt aufrecht). Durch eine erlernte Technik wird die Hernie dann in die korrekte Position zurückgeschoben und die Muskelschicht darüber schließt sich. Die Patientin kann ihren Arm bis über den Kopf schmerzfrei anheben. Das Ohrgeräusch ist verschwunden und der Kopf frei nach links und rechts beweglich.

2. Behandlung (3 Tage später):

Die Patientin hat heute früh ihre Schmerzmedikamente weggelassen. Sie verspürt starke Schmerzen an der Außenkante der Fußsohlen. Im Bereich beider Wadenbeine ist eine Verklebung im Bindegewebe tastbar. Die Patientin wird mit dem Matrixgerät im Bereich des Musculus soleus behandelt. Nach Matrixbehandlung im Wadenbein fühlt sich das Bindegewebe sehr viel weicher an.

Das Ohrgeräusch hat auf dem linken Ohr nach einem Tag Beschwerdefreiheit nach der letzten Behandlung wieder eingesetzt. Eine Deblockierung der Halswirbelsäule führt zu einem Verschwinden des Ohrgeräusches.

Oberflächenzeichen: Im Lendenwirbelsäulenbereich der Patientin sind gestaute Blutgefäße unter der Haut sichtbar. Ungefähr 1 cm unterhalb des Steißbeins gibt es eine Hautrötung. An der Stelle befand sich eine Fistel, die sich vor einigen Wochen spontan öffnete. Im medialen Bereich der linken Oberschenkelrückseite sind in Höhe des ersten Drittel oberhalb des Knies Gefäßsternchen sichtbar. An der rechten Oberschenkelrückseite zeigen sich zwei ähnliche Oberflächenzeichen.

3. Behandlung (weitere 3 Tage später):

Die Patientin lässt die Schmerzmedikamente nun komplett weg. Sie fühlt sich wacher und leistungsfähiger. Das Ohrgeräusch tritt gelegentlich auf.  Die Behandlung mit Akupunktur und Kräutertherapie wird weiter fortgesetzt.

 

KvA  6.1.12

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