Fragen und Antworten – FAQ

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Häufig gestellte Fragen (FAQs) von Patienten zu den verschiedenen Bereichen der Traditionellen Chinesischen und Integrativen Medizin beantwortet von Mitarbeitern des Zentrums:

In der Schulmedizin ist eine Nahrungsmittel- und Hausstauballergie (Kuhmilch und Milchprodukte) diagnostiziert worden, haben Sie dauerhafte Behandlungsmöglichkeiten?

Dr. Kürten: Allergien können mit Methoden der TCM (Akupunktur, Kräutertherapie und Diätetik) mit Erfolg behandelt werden. In einem Artikel, den Mitarbeiter des Zentrums für die Zeitschrift Comed verfasst haben, wird auf die verschiedenen Ursachen von Allergien und Möglichkeiten der Behandlung eingegangen (siehe Veröffentlichungen Allergieartikel). Zunächst wird im Rahmen eines Erstgespräches anhand von Anamnese, Zunge, Puls und Ohr die Chinesische Diagnose gestellt. Darauf basierend wird mit dem Patienten das weitere Vorgehen und die Behandlungsstrategie festgelegt. Die Therapie kann zu jedem Zeitpunkt des Jahres also auch außerhalb der Zeiten in denen die Allergie besondere Beschwerden macht, begonnen werden, damit zu dem Zeitpunkt an dem die Beschwerden üblicherweise stärker geworden sind, schon eine Besserung eingetreten ist. Es wäre noch sinnvoller, die Therapie im folgenden Jahr als Prophylaxe vor der Allergiezeit zu wiederholen.

Wie sieht eine Therapie bei Grauem Star aus und was kann erreicht werden?

Frau Zeng: Der Graue Star, die Trübung der Linse, kann mit Methoden der TCM (Akupunktur und Kräutertherapie) erfolgreich behandelt werden, wenn er noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Zur Beurteilung des Befundes und der Prognose ist es notwendig, die schulmedizinischen Befunde (Augenarzt) zum Erstgespräch mitzubringen.

Können auch andere Augenerkrankungen, wie z.B. Glaukom, Makuladegeneration, Katarakt usw. behandelt werden?

Augenerkrankungen können mit Methoden der TCM behandelt werden. Eine Aussage zum Erfolg der Therapie ist jedoch nicht möglich. Wir empfehlen eine Vorstellung zu einem Erstgespräch mit Zungen- und Pulsdiagnostik und einer ausführlichen Diagnosestellung, um den weiteren Behandlungsverlauf mit jedem Patienten individuell zu besprechen.

Gibt es Hilfe bei Gelenkerkrankungen (speziell Polyarthritis unklarer Genese)?

Frau Engert: Gelenkerkrankungen werden in der chinesischen Medizin als Bi-Syndrome bezeichnet und können sowohl mit Akupunktur, mit Kräutertherapie als auch einer Kombinationstherapie (Kräutertherapie und Akupunktur) behandelt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, unterschiedlichste Mikrosysteme wie z.B. das Ohr oder die Akupunktur nach ECIWO zur Behandlung der Schmerzen einzusetzen. Langfristig ist es möglich, dass je nach zugrundeliegender Chinesischer Diagnose, eine Umstellung der Ernährung und eine regelmäßige Therapie der TCM zu einer Besserung der Symptome führen können.

Kann es sein, dass europäische Menschen diese Therapien schlechter vertragen?

Dr. Kürten: Die Chinesische Medizin, die in Deutschland angewandt wird, wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen. Uns ist nichts darüber bekannt, dass europäische Menschen diese Therapien schlechter vertragen. Die Chinesische Medizin ist ein Medizinsystem, dass seit Tausenden von Jahren in China weitervermittelt und weiterentwickelt wurde. Die Methoden der TCM (Akupunktur, Kräuter, Diätetik, Schröpfen etc.) sind jedoch Arbeitsmethoden, die es auch hier gegeben hat. Es wurden z.B. beim Steinzeitmenschen „Ötzi“ Hinweise für eine Akupunkturbehandlung aufgrund von Rheuma gefunden. Genauso gibt es Höhlenmalereien in Europa, die Tiere zeigen, die zur Geburtserleichterung mit Akupunktur behandelt wurden. Diese Methoden sind also auf alle Menschen gleich zu übertragen.

Was bedeutet der Zahnabdruck an den Rändern der Zunge?

Frau Zeng: Zahnabdrücke auf der Zunge können Zeichen für Milz-Qi Schwäche und Feuchtigkeit in der Milz sein. Diese ist aus Sicht der Chinesischen Medizin eine Hauptursache für eine Vielzahl von Erkrankungen, z.B. des Rheumatischen Formenkreises, aber auch für chronische Müdigkeit, Depression, Kälteempfindlichkeit, Infektionsanfälligkeit und Antriebsschwäche.

Kann Tinnitus mit Methoden der Chinesischen Medizin behandelt werden ?

Frau Engert: Der schulmedizinischen Diagnose Tinnitus können je nach Literatur fünf bis sieben verschiedene chinesische Diagnosen zugrunde liegen. Je nach chinesischer Diagnose kann eine Behandlung zu einer schnellen Besserung der Beschwerden führen oder eine länger währende Behandlungsdauer vonnöten sein, um einen Erfolg zu erzielen. Für die Erstellung einer Diagnose ist eine ausführliche Anamnese mit Zungen-, Puls- und Ohrdiagnostik notwendig. Im Anschluss kann entschieden werden, ob mit einer Kräutertherapie, Akupunkturbehandlung oder über sogenannte Mikroakupunktursysteme und einer Ernährungsumstellung der Tinnitus zu behandeln ist. Tinnitus Behandlung Integrativ hier.

Widersprechen sich Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Homöopathie?

Dr. Kürten: Nein. Traditionelle Chinesische Medizin und eine homöopathische Behandlung werden von einer Vielzahl von Therapeuten weltweit mit gutem Erfolg kombiniert. So auch im Einzelfall bei uns im Zentrum, wenn dies sinnvoll ist. Beide Methoden unterstützen die Selbstheilungskräfte.

Was kann ich tun bei Halswirbelsäulen-Syndrom, Tinnitus, Verdacht auf grünen Star und Lendenwirbelsäulenproblemen?

Dr. Kürten: In der chinesischen Medizin wird aus einzelnen Symptomen, die der Patient in der Anamnese angibt, zu denen auch diese Beschwerden dazugehören würden, zusammen mit Zungen- und Pulsdiagnostik eine chinesische Diagnose erstellt. Um eine Empfehlung im Sinne der TCM aussprechen zu können, ist es notwendig, eine Erstuntersuchung durchzuführen. Einem Tinnitus können z.B. sieben verschiedene chinesische Diagnosen zugrunde liegen, ähnliches gilt für Lendenwirbelsäulenprobleme oder das HWS-Syndrom. In der chinesischen Medizin sind die einzelnen Symptome die Zweige, die meistens aus einer Wurzel entstanden sind, die erkrankt ist. Das bedeutet, dass die einzelnen Symptome ein Syndrombild ergeben und die Wurzel die Ursache der Erkrankungen ist. Für jedes Syndrombild gibt es unterschiedliche Behandlungsschemata, die dann individuell eingesetzt werden. Die TCM sucht also immer nach den Beziehungsstrukturen der einzelnen Symptome, um diese dann in ihrer Ganzheit zu behandeln.

Stören Piercings irgendwelche „Energieflüsse“ ?

Fr. Engert: Ob Piercings irgendwelche „Energieflüsse“ stören, können wir so nicht sagen. Fakt ist aber, dass Piercings am Ohr, Bauchnabel oder Brust Fernwirkungen haben können. Gerade im Bereich des Ohres haben wir Piercings oft als problematisch kennengelernt, da sie dort in Ohrakupunkturpunkten eine Dauerwirkung haben können und dann Beschwerden auslösen wie z.B. Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeitssyndrome. Generell ist zu empfehlen keine Piercings zu tragen oder, wenn welche vorhanden sind, diese zu entfernen. Insbesondere wenn sich Piercings wiederholt entzünden oder bei Auftreten von Beschwerden sollten diese sofort entfernt werden.

Kann Altersschwerhörigkeit mit Methoden der TCM behandelt werden?

Frau Zeng: Der Altersschwerhörigkeit liegt aus TCM-Sicht eine Nierenschwäche zugrunde. Diese wird mit einer Kombination aus chinesischer Kräutertherapie und Akupunktur behandelt möglichst in Verbindung mit einer Ernährungs- und Lebenswandelumstellung. Vor Beginn der Therapie mit Methoden der TCM sollte eine umfassende schulmedizinische Diagnostik durchgeführt werden. Wenn die chinesische Medizin in Kombination mit anderen Methoden innerhalb von 3 Monaten keine Besserung bringt, muss die Versorgung mit einer elektronischen Hörhilfe eingeleitet werden.

Was ist die Ursache für eine Gewichtszunahme aus Sicht der Chinesischen Medizin?

Fr. Zeng: Einer Gewichtszunahme liegt häufig eine Milzschwäche zugrunde. Durch die Milzschwäche entsteht Feuchtigkeit und Schleim. Grundlegende Pfeiler der Behandlungen sind eine Ernährungsberatung nach den 5 Elementen, eventuell eine unterstützende Kräutertherapie und eine Akupunkturbehandlung. Nicht zuletzt ist ein starker Wille zur Gewichtsabnahme in der Therapie notwendig.

Beeinflusst das Alter der Eltern die Qualität und Gesundheit des Kindes? Wenn ja, nur das der Mutter oder auch des Vaters?

Frau Engert: Die Chinesen gehen davon aus, dass sowohl das Jing des Vaters als auch der Mutter das Jing des Kindes bestimmen. Das Jing ist die zugrundeliegende Lebensenergie und Substanz, die das Kind für das Leben mitbekommt. Im Laufe des Lebens nimmt das Jing, das in den Nieren gespeichert ist, ab, sodass im höheren Alter der Eltern nicht mehr so viel Jing an das Kind weitergegeben werden kann. Hieraus lässt sich jedoch kein biologisches durchschnittliches Alter schließen, da jeder Mensch mit einer unterschiedlichen Grundkonstitution (vorgeburtliches Jing) geboren wird und auch die Art und Weise, wie man lebt, den Verbrauch bzw. den Wiederaufbau von Jing bestimmt.

Behandlung von Kurzsichtigkeit einer 7-Jährigen:

Dr. Kürten: In der Chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, dass Kurzsichtigkeit bis zum Alter von 16 Jahren erfolgreich behandelt werden kann. Basis für eine Behandlung ist eine Chinesische Diagnose, die nur in einem Erstgespräch mit Zungen- und Pulsbefund erstellt werden kann. Eine Therapie mit Akupunktur und durch Akupressur (die der Patient selbst durchführen kann) kann die Kurzsichtigkeit verbessern.

Kann die Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto) mittels TCM behandelt werden?

Fr. Zeng: Die Schilddrüsenerkrankung ist eine schulmedizinische Diagnose und kann mit Methoden der TCM behandelt werden. Voraussetzung ist jedoch eine chinesische Diagnose, die in einem Erstgespräch mit Anamnese, Zungen- und Pulsbefund erstellt wird. Ausschlaggebend sind hier vor allem die Symptome und weniger die Laborwerte. Behandelt werden Schilddrüsenerkrankungen bzw. andere autoimmune Erkrankungen vorrangig mit Kräutertherapie und einer unterstützenden Akupunkturbehandlung.

Was ist Tuina?

Frau Zeng: Tuina ist eine manuelle Therapie in der TCM. Bei der Meridianbehandlung werden mit milder bis starker Kraft die Energiebahnen des Körpers mit den Händen durch Kneten, Drücken, Klopfen oder speziellen manuellen Techniken beeinflusst.

Können auch Allergien mit TCM behandelt werden?

Dr. Kürten: Allergien (z.B. Pollen- und Nahrungsmittelallergien) sind mit Methoden der TCM (Akupunktur, Kräutertherapie und Ohrkörnchen) gut zu behandeln. Sie beruhen auf einer Abwehr- (Wei-) Qi-Schwäche. Dieses Qi kann durch Qi Gong-Übungen und einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten unterstützt werden.

Welche Unterschiede gibt es im Ergebnis bei der Akupunktur und Akupressur?

Frau  Engert: In der Akupunkturbehandlung werden Akupunkturnadeln angewandt. Diese regen die tiefliegenden Hauptmeridiane an. Dagegen kann die Akupressur nur oberflächlich die Meridiane beeinflussen. Beide Methoden haben das gleiche System als Grundlage. Der jeweilige Unterschied des Ergebnisses ist vom Behandler und vom Empfangenden und dessen Zusammenspiel abhängig.

Welche Kenntnisse sollte ein Therapeut haben, der Akupressur durchführt?

Der Therapeut sollte die Meridianverläufe kennen und auch die Akupunkturpunkte in ihren Funktionen kennen. Er sollte die grundlegenden Kenntnisse der chinesischen Medizin und der 5 Wandlungsphasen beherrschen. Außerdem sollten anatomische Kenntnisse vorhanden sein.

Er sollte entweder Arzt oder Heilpraktiker sein.

Gibt es in der TCM Behandlungsmöglichkeiten bei Wechseljahrsbeschwerden bzw. der Menopause?

Wechseljahrsbeschwerden können erfolgreich mit Kräutertherapie und Akupunktur behandelt werden.

Wie kann Bluthochdruck/Essentielle Hypertonie mit der TCM behandlet werden?

Der Bluthochdruck kann unterstützend mit Akupunktur und eventuell einer Kräutertherapie behandelt werden. Im Laufe der Behandlung kann ein Ausschleichen der schulmedizinischen Medikamente in Absprache mit den behandelnden Ärzten erwogen werden.

Die TCM kann auch als ergänzende Therapie angewandt werden, um eine gute Einstellung des Blutdrucks zu ermöglichen.

 

Kü/Preuss/Freitag

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