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Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin Berlin

Gong des Zentrums für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin Berlin

Therapeutisches Coaching

Das Therapeutische Coaching ist eine von Hartwig Marx im Jahr 2006 eingeführte Technik, bei der unterschiedliche Methoden vereinigt werden, um Interaktions- und Kommunikationsprozesse reibungslos gestalten zu können.

Beim Therapeutischen Coaching kommen unterschiedliche Methoden zum Ansatz, um zu klären warum eine Kommunikationsstörung vorliegt. Eine der Methoden ist die Genogrammarbeit, bei der die Familienstruktur des betroffenen Patienten, seine Beziehungen und die Qualität der Beziehungen zu den einzelnen Familienmitgliedern dargestellt werden.

Ein weiterer Bereich ist die Verbesserung des inneren Dialogs, bei dem der Therapeut bewirkt, dass der Patient in einer anderen Art und Weise mit sich selbst spricht / eine Wortwahl findet. So wird z.B. die Begrifflichkeit "das ist gut", "das ist schlecht" oder "das ist richtig", "das ist falsch", durch die Wortgruppen "das erfreut mich" und "das ist verbesserungswürdig" ersetzt. Dies bewirkt, dass in der Kommunikation dann unmittelbar dazu führt, dass nur noch die eigene Befindlichkeit beschrieben wird und keine Bewertung der Situation und insbesondere des Partners mehr stattfindet.

In der Kommunikation mit dem Partner führt dies dazu, dass eine Hierarchisierung (im Sinne einer steilen Hierarchie) vermieden wird. Eine Hierarchisierung tritt immer dann auf, wenn die Rolle zweier Erwachsener, die miteinander kommunizieren, getauscht wird; die Rolle des einen beteiligten Erwachsenen mit der Rolle des sogenannten abhängigen Kindes und die Rolle des anderen beteiligten Erwachsenen mit der Rolle des kritischen oder nährenden Eltern-Ich.

Die dritte Säule des therapeutischen Coachings ist das Antrainieren der Fähigkeit, unmittelbar zu erkennen, in welcher Rolle ich mich befinde. Es gibt hierbei verschiedene Rollen:

  • die Rolle des Erwachsenen-Ichs, bei der ohne Bewertung Informationen ausgetauscht werden. Dies kann auch im Rahmen einer Auseinandersetzung geschehen, bei der zwei Erwachsene widerstreitende Bedürfnisse verbal erklären
  • das sogenannte Eltern-Ich (nährend oder kritisch); zwei weitere Rollen, die eine Person in der Kommunikation einnehmen kann. Beim kritischen Eltern-Ich haben wir immer etwas zu meckern, z.B.: " was haben Sie denn schon wieder für Schuhe an?" oder wir gehen dann hin und fangen sofort an die Schuhe zu putzen - in diesem Fall als nährendes Eltern-Ich.
  • Das Gegenüber kann jetzt nur entweder trotzig reagieren: "was gehen Sie meine Schuhe an?" oder kann sagen "ich putze die sofort" - einmal trotziges Kind oder angepasstes Kind.
  • In jedem Fall haben wir nachdem wir in dem Kommunikationsmodell "nährendes-kritisches- Eltern-Ich" zu trotzigen oder abhängigen Kind kommunizieren, keine Option mehr auf Sexualität, sodass es uns nicht gelingt im freien Kind Sexualität auszutauschen.